Christoph Sternberg: Unsere Welt ist Schall – Themen der individuellen Reifung in der Technokultur

Zusammenfassung

In dieser Arbeit werden mögliche entwicklungsrelevante Themen beleuchtet, die für solche Menschen typisch sind, welche eine hohe Affinität zur Techno-Subkultur aufweisen. Die Zugehörigkeit zu dieser Szene begünstigt bestimmte Erfahrungen, die sich für die persönliche Reifung als sehr bedeutsam erweisen können. Auf der Basis einer Textanalyse konnten aus dem Spektrum möglicher Erfahrungen vier Hauptthemen isoliert werden: Hedonismus als Grundlage eines alternativen Lebensentwurfs, Offenheit und Toleranz als Nebenprodukte der ‚Clubsozialisation‘, Techno als erfahrbare Religion sowie Eskapismus und Regression. Diese Themen stellten in einem zweiten Schritt einen Interviewleitfaden für ein Gespräch mit einer der Technokultur nahestehenden Person dar, die eine Bewertung der Themen vornahm und eigene Impulse beisteuerte. Schließlich wird noch ein kritischer Blick auf mögliche Defizite im Beziehungs- und Sexualerleben von Menschen mit hoher Affinität zur Technobewegung, sowie deren kausale Verflechtung geworfen.

1. Zielsetzung dieser Arbeit

Die vorliegende Arbeit versucht eine Erörterung der Natur einer speziellen Art von Erfahrungen junger Menschen – Erfahrungen, die sich als für deren Reifung von eminenter Wichtigkeit herausstellen, ja bisweilen sogar prägenden Charakter haben können. Es geht um Eindrücke, die durch das Heranwachsen im Einflusskreis der Techno-Subkultur ermöglicht werden.

Der Begriff der ‚jungen Menschen‘ wird hierbei sehr weit gedacht; falls der ein oder andere Leser dennoch eine etwas konkretere Abgrenzung fordert, so seien als primäre ‚Zielgruppe‘ die ausgehenden Teenager bis Mittdreißiger genannt. Es soll jedoch nicht verschwiegen werden, dass natürlich – ganz dem derzeit aktuellen Paradigma der Veränderung über die gesamte Lebensspanne hinweg folgend – prinzipiell Menschen jeden Alters an den hier geschilderten Erfahrungen teilhaben können und dies auch öfter der Fall ist, als man zunächst annimmt.

Nach dem einflussreichen Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung von Erik Erikson[1] werden dieselben Erfahrungen von Menschen verschiedenen Alters auf unterschiedliche Weise zu deren Entwicklung beitragen, je nach dem aktuellen, altersabhängigen „Entwicklungsthema“. Nach diesem Modell und der genannten Altersabgrenzung wären hier vor allem die Konflikte „Identität vs. Rollendiffusion“ und „Intimität vs. Isolation“ relevant. Um den einzigartigen Erlebnischarakter der folgenden Schilderungen nicht von vornherein einzuengen, wird auf diesen Rahmen jedoch kein weiterer expliziter Bezug genommen werden.

Die Untersuchung orientiert sich hauptsächlich an einem authentischen Einblick in die Berliner Technoszene[2] von Tobias Rapp[3]. Aus diesem und auch anderen Werken versucht diese Arbeit wiederkehrende und bedeutsame Themen herauszufiltern und sie zu allgemeinen Thesen zu verdichten. Die gefundenen Thesen werden sodann einer Validierung unterzogen, indem ein der Technoszene nahestehender Bekannter des Autors der vorliegenden Arbeit dazu befragt wird. Einige markante Stellen des Interviews wurden transkribiert und an den relevanten Stellen im Text eingefügt. Da der Interviewpartner anonym bleiben will, wird ihm im Folgenden der willkürlich gewählte Name „Max“[4] gegeben. Schließlich wird noch gesondert auf eine aufschlussreiche Arbeit über die veränderte Sexualität von Technoanhängern eingegangen.[5]

2. Techno als musikalische Stilrichtung

Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts eroberte ‚Techno‘ oder auch ‚House‘ als Sammelbegriff für elektronische Tanzmusik, im Eiltempo die Clubs Europas. Klassische Grundelemente eines Liedes, Strophe und Refrain, wurden ersetzt durch den Loop und das Modul[6]; in langen Clubnächten mischten DJs die fertigen ‚Tracks‘ zu hypnotisch-energiegeladenen Endlos-Sets zusammen, zu denen begeisterte Jugendliche stundenlang ausgelassen tanzten. Klanglich bewegte sich diese neue Musikrichtung weit abseits dessen, was bis dahin als Musik bekannt gewesen war. Schnell entwickelte sich eine Subkultur um die neue Musik, vielerorts wurde Techno sogar zur „musikalischen Jugendleitkultur“[7]. Diese Entwicklung wäre ohne den rasanten technologischen Fortschritt nicht möglich gewesen, denn sie war zunächst Vorbedingung für die Entwicklung der notwendigen Technik zur Erzeugung der Musik. Gleichzeitig wurden die Hardwarebausteine, wie Synthesizer und Drumcomputer, und deren Funktionen zunehmend miniaturisiert, integriert und schließlich nahezu vollständig durch erschwingliche Software zugänglich, die auf handelsüblichen Laptops lauffähig war. Einen besonderen Reiz übte Techno auch durch den diesem Musikstil inhärenten Eklektizismus aus: Jeder denkbare Laut – sei es ein Naturgeräusch, eine Melodie aus einem Lied gleich welcher Stilrichtung, oder eine Passage aus einer Rede – konnte von jedermann relativ einfach und ohne hohe Anschaffungskosten durch Samples in einen Track integriert und dadurch in einen völlig neuen Kontext gestellt werden. Dieses Konzept, auf dem (unter Einbezug der visuellen Sinnesmodalität) auch der Erfolg von YouTube gründet, verschmolz den Konsumenten mit dem Produzenten zum „Prosumenten“[8]. Die Absicht, mit auf solche Weise produzierten Werken etwas aussagen zu wollen, wurde dieser musikalischen Abwandlung der literarischen Cut-up-Methode vielfach abgesprochen. Gerade diese Sprachlosigkeit kann jedoch als Verweigerung eines Diskurses mit Sozialisationsinstanzen gedeutet werden, deren Argumentation vom rationalen Standpunkt zwar als formal korrekt, jedoch gleichzeitig als sinn- und wertentleert wahrgenommen werden.[9] Der schweigende Protest besteht danach in der Ablehnung traditionell konstruierter Lebensrealitäten und der Hinwendung zum Glücksgefühl im Hier und Jetzt[10]. Ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit rückte Techno sicherlich ab 1994, als das damalige Aushängeschild der Bewegung, die Love Parade, kontinuierlich Besucherrekorde bis an die Millionengrenze heran aufstellte.[11] Die Beförderung zum kommerzialisierten Massenevent läutete gleichzeitig die Phase des Niedergangs ein: Zum Ende des Jahrtausends hatte sich Techno „von einer Subkultur in eine Selbstparodie verwandelt“[12]. Der Hype um Techno verebbte; dennoch blieb an manchen Orten eine Subkultur bestehen, die sich fortan im Untergrund weiterentwickelte. Rapp verortet den aktuell blühendsten Zweig der Techno-Subkultur in Berlin, sieht die Entwicklung aber wesentlich durch die internationalen Gäste befeuert, die dank der Billig-Airlines und günstiger Übernachtungsmöglichkeiten in Massen für ein Partywochenende nach Berlin reisen.[13]

3. Übergreifende Themen der Techno-Subkultur

Es stellt sich die Frage, welches die verbindenden Elemente dieser doch sehr heterogenen Menge von Technobegeisterten sind; welche Einstellungen man unter Umständen als prototypisch ansehen könnte, da sie den Mitgliedern gewissermaßen von der Subkultur ‚aufsozialisiert‘ werden. Im Folgenden werden vier Hauptmerkmale vorgeschlagen, welche sich besonders im Leben derjenigen Menschen widerspiegeln sollten, die sich mit der Techno-Subkultur identifizieren.

© Christoph Witt

3.1 Hedonismus als Grundlage eines alternativen Lebensentwurfs

Hedonismus wird hier verstanden im Sinne einer persönlichen Lebensphilosophie, nach der das Handeln auf den größtmöglichen Lustgewinn ausgerichtet wird. Das Streben nach Lust wird zwar als finaler Zweck des Lebens postuliert, dies schließt jedoch nicht den momentanen Lustverzicht zugunsten eines späteren (höher bewerteten) Lustgewinns aus.

Das Wort „Feiern“ hat innerhalb der Techno-Subkultur eine eigene Bedeutung. Von außen betrachtet bedeutet es zunächst einmal lediglich das Ausgehen in einen Technoclub o. ä., um zu dieser Musik zu tanzen, Menschen zu treffen, Spaß zu haben. Aus der „Innenperspektive“ jedoch steht dieser Begriff für das Betreten eines Freiraums, einer verborgenen Parallelwelt, die seine Besucher durch sichere Barrieren (in Form der Gästeauswahl durch die Türsteher) vor der ‚Normalwelt‘ schützt und für sie zum „Schauplatz unvorstellbarer Vergnügungen“[14] wird. „Feiern“ heißt eben nicht nur ausgehen und Spaß haben – der Begriff verströmt vielmehr eine Aura des Exzesses: Es geht darum, „seinem eigenen Begehren ins Auge zu schauen“[15], um die existenzielle Herausforderung des größtmöglichen Genusses, den temporären Triumph des Lustprinzips über das Realitätsprinzip.

Die Bewegung ist daher auch im Kern unpolitisch, es gibt keinen Sinn jenseits des musik- oder auch drogeninduzierten Rausches; im Zentrum steht die süße Selbstverschwendung im Sinne eines bloßen Genießens des Hier und Jetzt.[15] Dies kann sehr gut als Gegenpol zum hektischen Alltagsleben der kapitalistisch geprägten, westlichen Welt gedeutet werden, in der die Gegenwart fortwährend (implizit) negiert wird durch die systemimmanente Forderung nach Fortschritt und Wachstum, also nach einer Zukunft, welche die Gegenwart immer übertreffen muss.

Es ist daher nicht verwunderlich, dass Technoanhänger oft nur wenig Affinität zu den traditionellen Lebensentwürfen der Gesellschaft aufweisen; in dieser extrem individualistischen Subkultur geht es ja gerade darum, sich auszuleben, sein ‚Ding‘ zu machen, seine persönliche Utopie zu leben, auch außerhalb des Clubs. Ein gutes Beispiel dafür liefert Rapp[16] mit Christoph Klenzendorf, Betreiber der Bar 25, einer Kombination aus Kommune, Restaurant, Wellness-Oase, Wagenburg, Hostel, Kino, Theater, Laufsteg – und Afterhour-Club. Dazu gehören auch Lebensgeschichten wie die von Kerstin,[17] die mit ihrer 19-jährigen Tochter Betty regelmäßig die Rollen tauscht, wenn die Mutter feiern geht und die Tochter sich Sorgen macht, wann Kerstin wieder nach Hause kommt. Auffallend viele Anhänger der Technobewegung sind nach Rapp[18] selbstständig in der modernen Dienstleistungsbranche tätig, geben also einem selbstbestimmten Leben den Vorzug vor einem vermeintlich sichereren Angestelltenverhältnis: Die Tätigkeit in durchstrukturierten Arbeitssystemen wird als restriktiv und fremdbestimmt abgelehnt, die vermeintliche Sicherheit solcher Arbeitsplätze im Zuge immer neuer Entlassungswellen als Scheinsicherheit enttarnt. Von dem Wunsch nach mehr Autonomie angetrieben, erscheint vielen eine selbständige Tätigkeit daher als die attraktivere Alternative. Hier werden Parallelen zu dem in der Technokultur verankerten Streben nach Individualität, Ästhetisierung und Enttraditionalisierung, sowie dem spiegelbildlich zu lesenden Aufbegehren gegen „Langeweile und Alltagstrott“[19] sichtbar: Der Wunsch nach individuellen, selbstbestimmten Lebens- und Erlebensformen in Freizeit und Arbeit erscheint als zugrunde liegendes Motiv, welches diese Personen konsequenterweise in den verschiedensten Lebensbereichen zu verwirklichen suchen (Kongruenzhypothese[20]). Inwieweit Sozialisationserfahrungen in der Technokultur ursächlich dafür sind, das individualistische Motiv zu stärken und ins Arbeitsleben zu transferieren (Generalisationshypothese[21]), bleibt offen. Das regelmäßige Eintauchen in die Technokultur scheint diesem Personenkreis zumindest nicht primär dem Ausgleich eines im sonstigen Lebensvollzug – insbesondere im Bereich der Arbeitstätigkeit – verhinderten Strebens nach Individualität zu dienen (Kompensationshypothese[22]).

Mit dem Thema Hedonismus konfrontiert, zeigt Max zunächst ein breites Grinsen:

Ja, wenn man ehrlich ist, geht’s ja genau da drum. Wir leben heute in einer extrem schnelllebigen Zeit, man braucht einfach solche Momente, wo man komplett abschalten kann. Wobei, das hört sich jetzt wieder so nach Flucht an… OK, hat bestimmt was von Flucht, aber das ist nicht der Kern. Ich weiß nicht, wie das mit Gott ist, also ob es ihn gibt oder nicht, – ich sehe mich generell als Agnostiker – aber ich denke mir, letztlich hat ja alles keinen Endzweck… Verstehst du, klar kann ich immer sagen, das mache ich aus diesem Grund und das ist mein Ziel, aber im Endeffekt ist das eine unendliche Geschichte: Es geht alles einfach immer weiter, ohne Ende, ohne Ziel. Und genau deswegen kann für mich der Lebenszweck eigentlich nur darin bestehen, so viele schöne Momente wie möglich zu erleben, so intensiv wie möglich im Hier zu sein. Ich denke, wenn es sowas wie ein All-Eines gibt, dann hat auch dieses keinen Zweck, außer den, sich gewissermaßen selbst anzuschauen, all die Wunder die es aus sich selbst hervorbringt… aber das wird jetzt zu philosophisch – ich les’ grad ein Buch von John Maynard Keynes, da sagt er: ‚Langfristig sind wir alle tot.‘ – und das ist doch der Punkt! Wenn ich mein Leben lang rackere und richtig viel Geld anhäufe und dabei vergesse, das Leben zu genießen, dann bin ich am Ende auch genauso tot wie jemand, dessen Motto ‚Carpe diem‘ war. Ich war fixiert auf Sicherheit und Geld, und meine Nachkommen danken es mir – aber habe ich auch gelebt? Ich meine ja gar nicht, dass man immer Party machen soll – natürlich muss man arbeiten, man will ja auch seine Fähigkeiten einsetzen, selbst etwas schaffen, aber man soll es eben machen, weil man es will, weil es einen weiterbringt und nicht, um Geld zu verdienen oder weil man halt einen sicheren Job braucht oder so.

© Christoph Witt

3.2 Offenheit und Toleranz als Nebenprodukte der „Clubsozialisation“

Menschen, die regelmäßig Technoveranstaltungen besuchen, treffen dort in der Regel auf ein übermäßig heterogenes Publikum. Wo die Lust an der individuellen Differenzierung bis hin zur Inszenierung des eigenen Lebens als Gesamtkunstwerk gelebt wird erweitert sich die Bandbreite der möglichen Ausdrucksformen und damit der möglichen Konfrontation mit Neuem bzw. Fremdem. Auch die in Kap. 2 bereits angedeutete Internationalität der Bewegung macht Kontakte zu Menschen aus verschiedenen Kulturen während einer Clubnacht eher zur Regel[23] als zur Ausnahme. Auch wenn das Kennenlernen im Club sich auf einer naturgemäß oberflächlicheren Ebene abspielt, bei der die eigene Herkunftskultur zugunsten des Musikgeschmacks als verbindendes Merkmal in den Hintergrund tritt, so trägt dennoch auch dies zur Entstehung des komplexen, multikulturellen Mikrokosmos ‚Club‘ bei, wo trotz der unterschiedlichen Akteure, dicht gedrängt auf engem Raum versammelt, eine erstaunlich gewaltfreie Atmosphäre herrscht.

Tatsächlich erzwingt gerade diese Situation eine besondere Art von Sozialisation: Es gilt, ein fragiles Gleichgewicht zu halten zwischen dem Einfordern von Raum für sich selbst und seinen Ausdruck einerseits, und der Rücksichtnahme auf andere, denen man dasselbe Recht zugestehen muss. Der DJ Ricardo Villalobos, eine zentrale Figur der Subkultur, bezeichnet die Tanzfläche als „die urdemokratische Form des Zusammenseins“[24] und sieht eine schöne Analogie zu Luftmolekülen, die sich gleichmäßig im Raum verteilen.

Wo Menschen an die Grenzen gehen (und auch darüber hinaus), wird man zum Teil auch mit befremdlichen Eindrücken konfrontiert; einprägsame Beispiele finden sich etwa bei Rapp[25] oder im Erstlingswerk des Bloggers und Schriftstellers Airen[26]. Dies zu tolerieren bzw. der gesunde Umgang damit erfordert ein gewisses Maß an Charakterstärke und innerer Reife, auch um sich selbst und anderen Grenzen zu setzen.[27]

Clubnächte sind voll von Stimuli, die Gelegenheit zu Lernprozessen geben und den Clubgängern letztlich eine rücksichtsvolle und offene Einstellung Anderen gegenüber nahe bringen können. Ein Berliner Türsteher formuliert dies in überspitzter Form, wenn er sagt: „Ich bin eigentlich generell der Meinung, dass jeder Mensch auf dieser Erde ein Jahr Cluberfahrung haben sollte, weil ich denke halt, dann hätten wir weniger Krieg, oder Streitigkeiten.“[28] In diesem Sinne kann sich die ‚Multitude‘ der Cluberfahrung also nachhaltig positiv auf die Persönlichkeitsbildung auswirken. Umgekehrt zeigt sich auch hier die Notwendigkeit von Schutzwällen: Je mehr Freiräume geboten werden, desto mehr Verantwortung trägt der Einzelne, der sein ‚Ding‘ macht, aber gewisse Grenzen achtet und auch selbst damit bei Anderen umgehen kann.[29] Mit dieser Verantwortung umzugehen muss man lernen – beispielsweise in Technoclubs.

Zu diesem Thema befragt, äußert sich Max wie folgt:

Hm, naja, also ich würde schon sagen, dass meine Erfahrungen in Clubs mich toleranter gemacht haben. Man sieht einfach ne Menge, und man gewöhnt sich daran, dass da alle möglichen krassen Typen unterwegs sind. Es passiert ja nix – also zumindest ich hatte noch nie Stress in ‘nem Technoclub. Klar passiert es, dass Du von total breiten Leuten, die gar nix mehr checken, auf der Tanzfläche angerempelt wirst, oder Dir irgendein Druffi aus Versehen sein Getränk übers T-Shirt schüttet. Aber damit lernt man halt umzugehen.

Zum Thema Gewaltfreiheit bat ich ihn, etwas ins Detail zu gehen:

Also, in reinen Technoclubs, wo die Leute auch wirklich wegen der Musik hingehen, würd‘ ich schon sagen, dass das so ist. (Dass die Gäste weniger gewaltbereit sind, Anm. C. S.) Das liegt aber sicher auch daran, dass da viel mehr Leute Drogen nehmen und dann eh auf Weichspülprogramm laufen.

Zur postulierten Offenheit hat Max dagegen eine andere Meinung:

Ich denke mal, dass die Leute in Clubs im Normalzustand nicht offener sind als andere auch. Das ist ja eine Hauptwirkung von Drogen wie Ecstasy, dass sie einen empathischer machen. Man hat einfach viel weniger Berührungsängste, sondern geht einfach locker auf die Leute zu und labert jeden voll. Außerdem geht man ja weg, um neue Erfahrungen zu sammeln – also ist man da schon von Grund auf offener drauf als zum Beispiel auf der Arbeit.

3.3 Techno als erfahrbare Religion

Elektronische Musik mit religiösen Erfahrungen in Verbindung zu bringen gelingt leichter durch einen Blick auf Rituale, die von verschiedenen Naturvölkern bzw. –religionen praktiziert werden. Diese Zeremonien geben den Menschen die Möglichkeit, religiöse Erlebnisse am eigenen Leib zu erfahren, die je nach Mythologie verschieden interpretiert werden und einen bedeutenden Grundpfeiler des kulturellen Lebens ausmachen. Oft werden solche Rituale begleitet durch die Einnahme von psychoaktiven Substanzen wie zum Beispiel Ayahuasca, Pilze oder Ibogain. In der Regel werden solche Zeremonien in Form von großen Festen abgehalten, zu denen Teile oder die ganze Gemeinschaft beitragen. Bekannt sind auch rituelle Tänze zu Trommelmusik, oft mit dem expliziten Ziel der Erzeugung einer Trance bei den Mitwirkenden.

Die hypnotischen, monotonen Klangmuster von elektronischer Musik weisen starke Parallelen zu den handgeschlagenen Trommeln auf; dazu kommt die schummrige Beleuchtung in Clubs in Verbindung mit aufwändigen Lichteffekten, die desorientierend wirken. Während des Tanzens werden die Bewegungsabläufe zunehmend automatischer, die Innenwelt rückt stärker in den Vordergrund. Drogen wie MDMA[31] oder LSD[32] intensivieren die Trance-Erfahrung bis hin zur Ekstase. Ein DJ schildert eine solche Trance-Erfahrung:

I remember especially some places in Chile, these parties in a really amazing surrounding, like near the ocean and things like these, in the early hours in the morning. It’s like, the music becomes like, totally like, religious. You’re like, completely shocked with the sound and the frequencies – almost as if you could see the music – something like you can imagine in the space and you can see the frequencies going on.[30]

Anders als bei den Zeremonien traditioneller Kulturen fehlt hier allerdings der mythologische Bezugsrahmen, durch den derartige Erfahrungen oft erst religiös werden, wenn man hiermit Gotteserfahrungen meint. Fasst man den Begriff weiter im Sinne einer „Einheitserfahrung“ in Form eines veränderten Bewusstseinszustandes, so würden sicherlich sehr viele Technoanhänger bejahen, schon mindestens einmal eine solche ‚religiöse‘ Erfahrung durch die Musik gemacht zu haben, glaubt zumindest Interviewpartner Max:

Es kommt halt sehr darauf an, wie man es bewertet. Wir sind ja irgendwie erzogen worden, Religion als etwas eher Institutionelles, Werte Vermittelndes zu sehen, als etwas real Erfahrbares. Aber krasse Erlebnisse, so in die Richtung psychedelische Erfahrungen, also bewusstseinserweiternd, das machen sicherlich ganz viele Leute. Besonders auf Drogen ist das ja oft genau das, wo man hin will.

Den religiösen Gehalt von Technoveranstaltungen unterstreicht auch sehr anschaulich Rapps Darstellung des Technoclubs Berghain, ein legendärer Veranstaltungsort in Berlin; er beschreibt einen Abend dort in religiösen Analogien. Der Club selbst wird als Kathedrale oder Tempel des Techno beschrieben,[31] in dem sich der Besucher einem Initiationsritus unterzieht: Das Ausharren in der endlosen Warteschlange vor dem Club steigert die Erwartung und ermöglicht die mentale Einstimmung auf die bevorstehende Erfahrung; der Drogencheck am Eingang gleicht der rituellen Reinigung; das erstmalige Erblicken des ‚Seitenschiffs‘ der Kathedrale, d. h. der Tanzfläche, während man von der Musik angebrüllt wird, führt zum Initiationsschock; und schließlich steht an prominenter Stelle das DJ-Pult, im normalen Sprachgebrauch auch ‚Kanzel‘ genannt.[32] Unabhängig davon, ob diese Analogien überstrapaziert sind oder nicht, so spricht allein der Versuch eines solchen Vergleichs für sich. Rapp bringt es schließlich auf den Punkt, wenn er schreibt: „Wie in jeder Kirche wird auch hier versucht, den Wunsch nach transzendentaler Erfahrung zu institutionalisieren – wenn das Religion ist, dann teilen die Anwesenden einen tiefen Glauben.“[33] Natürlich geht es hier im Kern um den Glauben an den Hedonismus – und nicht an ein göttliches Wesen. Max will hierbei jedoch auch die Möglichkeit einer echten religiösen Erfahrung nicht unbedingt ausklammern:

Also ich für meinen Teil hatte schon Erlebnisse, wo ich so geschickt war, dass ich um mich rum gar nix mehr wahrgenommen hab‘ und auch gar keine Gedanken mehr an irgendwas hatte oder so… es floss einfach alles so dahin und „Ich“ war einfach nimmer da – also, äh – das kann man nicht mit Worten ausdrücken. Vielleicht war das ein Mini-Satori, eine kleine Erleuchtung.

3.4 Eskapismus und Regression

Unter Eskapismus (oder Realitätsflucht) werden Handlungstendenzen verstanden, sich von den Anforderungen der Lebenswirklichkeit zurückzuziehen und sich stattdessen kompensatorisch in Scheinrealitäten zu ergehen. Im Prozess der Regression kann eine solche Scheinrealität erzeugt werden: Indem eine Person zeitweilig wieder Denk-, Verhaltens- und Erlebensmuster annimmt, die einer früheren Entwicklungsphase entstammen, und danach handelt (häufig in infantiler oder „unreifer“ Weise), wird die Realität kurzfristig gegen eine Illusion – etwa die, „wieder Kind zu sein“ – getauscht.

Der Interviewpartner Max sprach bereits in Kap. 3.1 von der Notwendigkeit, sich vom Alltagsstress zurückziehen zu können, um „abzuschalten“. Während solche Phasen der Erholung und kreativen Ruhe sicherlich einem natürlichen Bedürfnis entspringen, kann ein übermäßiger Rückzug in den Hedonismus auch als Realitätsflucht gesehen werden. Das bereits gebrauchte Bild vom Triumph des Lustprinzips über das Realitätsprinzip wird dann zu einem permanenten Zustand.

Technoanhänger sind für diesen Eskapismus möglicherweise besonders anfällig, da das regelmäßige Hinüberwechseln in die Parallelwelt des Clubs genau dies fördert. In harmlosen Ausprägungen zeigt sich dies in den oft auf Afterhours anzutreffenden, vielfältigen Verkleidungen der Besucher, etwa als Primaballerina, Prinzessin oder Fee:[34] Die Verkleideten schlüpfen in eine neue Wunschidentität und leben ihren Traum, wenigstens für ein paar Stunden. Die Illusion wird getragen und verstärkt durch den Konsens der Gäste, beim Spiel mitzumachen – wie beim kindlichen Cowboy- und Indianer-Spiel sucht man sich seine Rolle und ergeht sich im Als-ob-Spiel.

Dazu gehören also auch regressive Tendenzen, das Zurückfallen in frühere Entwicklungsstadien, etwa in sorglose Spiele aus unschuldigen Kindertagen. So finden sich denn auch im Inventar des berüchtigten Afterhour-Clubs Bar 25 in Berlin so manches Kinderspielzeug wie z. B. eine Schaukel, ein elektrisches Pferd und Autoscooter – ein Abenteuerspielplatz für Erwachsene.[35] Als Musterbeispiel verweist Rapp[36] auf die Erzählung des Zirkuskindes, das, aus gutem Hause kommend, von dort ausreißt und sich einem Zirkus anschließt, um von der Freiheit dieses Lebens zu kosten. Interessanterweise scheint dieses Idyll für Technoanhänger aus dem Arbeitermilieu weniger attraktiv zu sein, was er aus der relativ sozialen Homogenität der Gäste der Bar 25 schließt (es sind überwiegend Bürger„kinder“). Möglicherweise ist es die unschuldige Verklärung der Realität in dieser Geschichte, die den Bürgerkindern so attraktiv erscheint – und die die Arbeiterkinder als naiv durchschauen.

Max, aus bürgerlichen Verhältnissen stammend, warnt hier vor übermäßiger Interpretation:

Wer sehnt sich denn nicht manchmal danach, mal wieder Kind zu sein? Es macht einfach Spaß, sich gehen zu lassen und einfach mal begeistern zu lassen von Kleinigkeiten, die man sonst gar nicht beachtet. Das machen meine Freundin und ich die ganze Zeit, wenn wir zu Hause sind – wir machen einfach Quatsch, blödeln rum, ohne Hintergedanken. Ich seh‘ das als eine Qualität, als nur positiv! Das muss man ja auch erstmal können, sich einfach gehen zu lassen. Viele Menschen sind ja so steif und engstirnig, die haben überhaupt nimmer die Gelassenheit und Phantasie, um sich auf sowas einzulassen! Also, ich glaube, sowas hält einen auch jung.

Nach einer kurzen Denkpause fügt er jedoch hinzu:

Worauf man vielleicht schon achten sollte, ist halt, wie bei allem, dass die ganze Feierei nicht zum alleinigen Lebensinhalt wird. Wenn man nur noch in so ‘ner Traumwelt lebt, in der’s ganze Jahr über Fasching ist und man immer drufft (wenn man Drogen nimmt, Anm. C. S.), dann isses klar, dass ich dann irgendwann keinen Bock mehr auf die Realität hab‘. Aber das liegt dann wohl hauptsächlich an den Drogen, wenn man jedes Wochenende durchfeiert, dann sind die Tage unter der Woche nur noch eintönig grau, weil die Neurotransmitter durcheinander sind und dann lebt man irgendwann nur noch für’s Wochenende.

© Christoph Witt

4. Techno und Sexualität

Zum Abschluss dieser Arbeit werden hier noch die Hauptgedanken eines interessanten Artikels von Uzler und Coordes[37] präsentiert, die dem bisher Gesagten eine weitere, aufschlussreiche Nuance hinzufügen. Die Autoren erforschen die Bedürfnisse, die durch den Besuch von Technopartys befriedigt werden sollen und stellen Verbindungen zu Defiziten im Sexual- und Beziehungserleben der Betroffenen her. Die Technoparty wird als „kosmischer Sexualakt“ gesehen: Die Vorfreude auf die Party entspricht hierbei dem Gefühl des Verliebtseins bzw. der Erregung beim Vorspiel, was zu einem veränderten Bewusstseinszustand führt, der oft durch Drogen intensiviert wird. Auf dem Höhepunkt der Party erfolgt die Vereinigung im gemeinsamen, ekstatischen Tanzen, das schlussendlich in ein ganzkörperliches sexuelles Erlebnis kulminiert.

Die Autoren bewerten dies grundsätzlich als positiv und weisen auf die Chance einer intensiveren Selbsterfahrung hin. Gleichwohl sehen sie aber die – bereits im vorangehenden Kapitel erwähnte – Gefahr einer eskapistischen Idealisierung der Parallelwelt Techno, die zu einer schleichenden Vernachlässigung der Pflichten des realen Lebens führen kann. Darunter wiederum leiden ‚reale‘ Beziehungen, was im Extremfall zu einer Art von Beziehungsunfähigkeit führen kann.

Uzler und Coordes drehen sodann die Argumentationskette um und stellen die genannten Gefahren in einen generellen, kausalen Zusammenhang mit der Affinität zur Techno-Subkultur in Form einer aufrechterhaltenden Bedingung: Durch das Erleben von Defiziten im Beziehungs- und sexuellen Bereich entsteht die Affinität zu Techno als Ersatzbefriedigung. Als eigentliche Ursache für die Defizite machen die Autoren jedoch die Lebensverhältnisse in Deutschland (und letztlich der gesamten westlichen Welt) verantwortlich, die den Menschen eine radikal individualisierte, auf Eigennutz und Gewinnstreben getrimmte Gesellschaftsform zu Lasten von selbstbestimmter und solidarischer Existenz in Gemeinschaft aufoktroyieren.

Als therapeutische Maßnahme schlagen die Autoren ihre sogenannte „Energetische Beziehungstherapie“ vor, die eine Beseitigung des Mangelerlebens anstrebt, indem zunächst die eigene Innenwelt als valide und wichtig bewusst gemacht wird. Durch Übungen, die darauf abzielen, Widersprüche und verdrängte Regungen in der Beziehung aufzudecken, werden Probleme greifbar gemacht, die in einem nächsten Schritt gelöst werden müssen, um der Beziehung somit zu neuer Lebendigkeit zu verhelfen.

Auch wenn die Kausalhypothese, die Affinität zu Techno entspringe einzig den genannten Defiziten, in dieser Form wohl etwas zu scharf formuliert ist, stellt der Ansatz in einer abgeschwächten Form nach Meinung des Autors dieser Arbeit möglicherweise ein weiteres, interessantes Charakteristikum von Anhängern der Techno-Subkultur dar.

5. Resümee

In der vorliegenden Arbeit wurden auf Basis einer Textanalyse vier entwicklungsrelevante Themen postuliert, die Vertreter der Subkultur des Techno charakterisieren können. Die Themen wurden kommentiert von einer der Szene nahestehenden Person, die zu diesem Zwecke gezielt interviewt wurde. Darüber hinaus konnte ein kritischer Blick auf die möglicherweise Defizite kompensierenden Effekte dieser Kultur geworfen werden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass mit den beschriebenen Themen durchaus herausstechende Merkmale der Technokultur gefunden werden konnten; inwieweit es sich hierbei um dedizierte Merkmale dieser Subkultur handelt, müsste eine vergleichende Analyse erforschen. Um die Relevanz der genannten Themen besser einschätzen zu können, müsste zudem eine umfangreichere Datenerhebung durchgeführt werden – für deren Gestaltung diese Arbeit sicherlich eine fruchtbare Grundlage darstellen könnte. Eine weitere Differenzierung der gefundenen Themen wäre also durchaus möglich und erkenntnisfördernd; dies konnte im begrenzten Rahmen dieser Arbeit jedoch leider nicht geleistet werden und muss einer umfangreicheren Analyse vorbehalten bleiben.

Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, Sommersemester 2009

[1] Erik H. Erikson: Childhood and society. New York: Norton 1963. Einen Überblick gibt z. B. David G. Myers: Psychologie. Heidelberg: Springer 2008. S. 184.

[2] Vgl. Tobias Rapp: Lost and Sound: Berlin, Techno und der Easyjetset. Frankfurt am Main: Suhrkamp 2008.

[3] Der 1971 geborene Tobias Rapp studierte Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaften. Neben seinen Tätigkeiten als Musikredakteur bei taz und Spiegel sowie als Autor für die Musikzeitschrift Spex verdingt sich Rapp auch selbst als DJ.

[4] Max ist zum Zeitpunkt des Erscheinens dieses Artikels 29 Jahre alt, besitzt ein Diplom in Psychologie und arbeitet freiberuflich in den Bereichen Coaching und statistische Datenanalyse. Als Ausgleich bzw. in Ergänzung zu maßvollem Feiern fährt Max Mountainbike und „erkundet gerne seinen eigenen Nihilismus“ (auf Wunsch von Max wörtlich wiedergegeben).

[5] Vgl. Robert Ananda Coordes/Vibhuti Bettina Uzler: „Beziehung und Sexualität im Kontext der Technokultur.“ In: Sexuologie. Nr. 15. 2008. S. 12-15.

[6] Tobias Rapp: Lost and Sound. S. 227.

[7] Ronald Hitzler/Arne Niederbacher: Leben in Szenen. Formen juveniler Vergemeinschaftung heute. Wiesbaden: VS Verlag 2010. S. 153.

[8] Ebd. S. 189.

[9] Vgl. Wilfried Ferchhoff: Jugend und Jugendkulturen im 21. Jahrhundert. Lebensformen und Lebensstile. Wiesbaden: VS Verlag 2011. S. 247.

[10] Vgl. ebd. S. 246.

[11] Vgl. David Brun-Lambert/Laurent Garnier: Elektroschock: Die Geschichte der elektronischen Tanzmusik. Höfen: Hannibal 2005. S. 198.

[12] Tobias Rapp: Lost and Sound. S. 9.

[13] Vgl. ebd. S. 78-84.

[14] Ebd. S. 121.

[15] Ebd. S. 132.

[15] Vgl. ebd. S. 156.

[16] Vgl. ebd. S. 162-166.

[17] Vgl. ebd. S. 207-218.

[18] Vgl. ebd. S. 160.

[19] Wilfried Ferchhoff: Jugend und Jugendkulturen im 21. Jahrhundert. S. 248.

[20] Vgl. Eberhard Ulich/Bettina Wiese: Life Domain Balance: Konzepte zur Verbesserung der Lebensqualität. Wiesbaden: Gabler 2011. S. 25.

[21] Vgl. ebd. S. 24.

[22] Vgl. ebd.

[23] Vgl. ebd. S. 80.

[24] Ebd. S. 118.

[25] Vgl. ebd. S. 143.

[26] Airen: Strobo. Berlin: SuKuLTuR 2009.

[27] Vgl. ebd. S. 170.

[28] Maja Claasen: Feiern: Geschichten von Zartheit, Exzess und Zerstörung. DVD-Video. Hochschule für Film und Fernsehen Babelsberg 2006. TC 00:07:36.

[29] Vgl. Tobias Rapp: Lost and Sound. S. 176.

[30] Maja Claasen: Feiern. TC 00:48:25.

[31] Vgl. Tobias Rapp: Lost and Sound. S. 121 u. S. 138.

[31] 3,4-Methylendioxy-N-methylamphetamin; ein Amphetaminderivat und häufiger Bestandteil von Ecstasytabletten. Die nach dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) in Deutschland nicht verkehrsfähige Substanz entfaltet euphorisierende, kontaktfördernde sowie empathische Wirkungen.

[32] Lysergsäurediethylamid; ein psychedelisches Halluzinogen. Die ebenfalls unter das BtMG fallende Substanz löst Halluzinationen aus, erzeugt veränderte Wahrnehmungs- und Bewusstseinszustände, die von Konsumenten z. T. als spirituelle Erfahrungen erlebt werden.

[32] Vgl. ebd. S. 138-140.

[33] Ebd. S. 141.

[34] Vgl. ebd. S. 173.

[35] Vgl. ebd. S. 171.

[36] Vgl. ebd.

[37] Robert Ananda Coordes/Vibhuti Bettina Uzler: „Beziehung und Sexualität im Kontext der Technokultur.“

Bild © Christoph Witt

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