heft 9. frühjahr 2018

Liebe Lesende,

der Frühling lässt noch etwas auf sich warten – dann, läuten wir ihn eben mit der Frühjahrsausgabe der anwesenheitsnotiz ein!

Heft Nummer 9 versammelt zwischen tiefvioletten Klappendeckeln fünf tiefgründige Einblicke aus den Kunst- und Geisteswissenschaften – und obwohl wir für unsere Hefte keine Themenschwerpunkte festlegen (wovon wir natürlich auch diesmal nicht abgewichen sind), lassen sich im Nachhinein oft interessante Verbindungslinien zwischen den einzelnen Beiträgen ziehen. So auch in der vorliegenden Ausgabe: Wollte man ein Thema finden, könnte es in etwa so lauten: Wie sind wir geworden, wie wir heute sind? Gesellschaftlich? Künstlerisch? Konsumentisch?

Janina Leferink geht dieser Frage für das durch die Werbung transportierte weibliche Schönheitsideal in der Weimarer Republik nach, Sofie Neu untersucht die Entwicklung der Wiedergabe komplexer Bewegungsabläufe in Comics, und Jonas Geweke analysiert die Entstehung der US-amerikanischen Konsumkultur aus den Idealen des american dream.

Natürlich ist aber auch diese anwesenheitsnotiz genau wie ihre Beiträge nicht auf DAS eine Thema zu reduzieren. Da ist immer noch die Arbeit über Artivism (Lukas Valtin), die die politische Aussagekraft von Kunstwerken hinterfragt. Und gleich noch einmal die Weimarer Republik: Moritz Müller-Schwefes Beitrag untersucht das Flanieren in öffentlichen Verkehrsmitteln in der feuilletonistischen Literatur Gabriele Tergits und Annett Gröschners.

In der Redaktion hat sich auch einiges getan: Wir begrüßen die neuen Redaktionsmitglieder Lukas Nils Regeler – der unsere letzte Ausgabe schon als Beitragender bereichert hat und nun auf der »anderen« Seite des Schreibtisches tatkräftige Unterstützung leistet – und Larissa Hesse, die ebenfalls seit dieser Ausgabe mit Rat und Tat zur Seite steht.

Natürlich sind wir auch über die Grenzen der anwesenheitsnotiz hinaus nicht untätig geblieben und haben eine weitere Exkursion in die Welt studentischen Publizierens gewagt: Diesmal haben wir uns mit der geo Loge, einer studentischen Geographie-Zeitschrift aus Bochum unterhalten.

Wir wünschen allen Interessierten viel Vergnügen mit den folgenden Seiten und bedanken uns noch einmal ganz herzlich für die vielen eingesendeten Beiträge!

Und wie immer möchten wir an dieser Stelle noch einmal die Gelegenheit für einen Hinweis in eigener Sache nutzen: Wer Feuer gefangen hat und Beiträge in der Tasche, Lust hat auf Lektorat- und Redaktionsarbeit oder uns in den sozialen Netzwerken oder finanziell unterstützen möchte – wir freuen uns über jede Beteiligung!

In diesem Sinne: Viel Spaß beim Lesen wünscht

Die Redaktion

cover heft 9

[in Bearbeitung: inhaltliches Vorwort]

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